In der Musikindustrie bezieht sich der Begriff One-Hit-Wonder auf Künstler oder Bands, die nur einen großen Kassenerfolg erzielt und nur einen Song veröffentlicht haben, der einmal die Charts anführte. Die Bezeichnung One-Hit-Wonder bedeutet, dass ein Song einst zwar erfolgreich war, aber kein Nachfolgesong produziert wurde, der an seinen Erfolg anknüpfen konnte. Zum Beispiel gelten die deutsche Sängerin Nena und ihre Band mit dem Titel „99 Luftballons“ in England, Australien und Amerika als One-Hit-Wonder, nicht aber in Deutschland, wo sie einen großen Erfolg mit weiteren Songs hatten.

Carl Perkins – „Blue Suede Shoes“

Die „blauen Velourslederschuhe“ waren so beliebt, dass sie von vielen Interpreten gecovert wurden. Die Berühmteste war die Interpretation von Elvis Presley, der aus dem Song von Carl Perkins eine schnellere Version machte. Weitere Coverversionen kamen von Buddy Holly, Jimi Hendrix, Lemmy Kilmister von Motörhead und Black Sabbath.

Der Song basiert auf einer Geschichte von Johnny Cash, der in Deutschland stationiert war und dort einen sehr eitlen Vorgesetzten hatte. Dieser sagte beim Weggehen immer: „Tritt mir bloß nicht auf meine blauen Velourslederschuhe“. Das erzählte der Country-Sänger dem Musiker Perkins, der als Pionier des Rockabilly gilt. Die Version von Carl Perkins und seiner Band wurde im März 1956 als Single veröffentlicht. Im gleichen Jahr leisteten sich Carl Perkins mit „Blue Suede Shoes“ und Elvis Presley mit „Heartbreak Hotel“ ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Bereits im April 1956 hatte sich „Blue Suede Shoes“ eine Million Mal verkauft.

Scott McKenzie – „San Francisco“

Der Song „San Francisco“ war ursprünglich als Werbesong für das bevorstehende Monterey Pop Festival gedacht. Er wurde zum Millionen-Knüller der ganzen Hippie-Ära. Auch in Deutschland wurde der Song ein Num­mer-eins-Hit. Bis heute wurden über 70 Millionen Exemplare der Single verkauft. Er wurde häufig gecovert und in vielen Filmen eingesetzt. Scott McKenzie widmete den Song allen Vietnam-Veteranen.

Stiltskin – „Inside“

Der US-amerikanische Jeans-Markenhersteller Levi Strauss suchte 1994 anlässlich der Markteinführung der 501 Jeans einen Werbesong für seine Fernsehwerbung. Dafür wurde der schottische Sänger Ray Wilson engagiert. Die Einleitung des Songs wurde von den Ambrosian Singers gesungen, einem der bekanntesten Londoner Chöre.

Der Song handelt von einer Familie, die mit ihren Töchtern ein Picknick im Yosemite Nationalpark machen. Dort, am See, sehen die Töchter einen tollen Mann, der sich wäscht. Dieser kommt aus dem See mit einer Levi’s 501 Shrink to Fit Jeans. Der Song „Inside“ wurde ein Werbeerfolg für Levi Strauss. Er wurde zu einem der weltweit größten Hits und zum One-Hit-Wonder für die Band Stiltskin.

Buggles – „Video Killed the Radio Star“

Die Band Buggles landete 1981 mit „Video Killed the Radio Star“ ihren einzigen Welthit. Der Song erreichte weltweit hohe Platzierungen, vor allem in Deutschland, Großbritannien, Österreich und der Schweiz.

Der Song ist eine bekanntere Version des im Jahr 1978 von Trevor Horn, Jeff Downs und Bruce Woolley geschriebenen Liedes. Der Popsong wurde oft von anderen Künstlern gecovert. Robbie Williams gab den Song zusammen mit Trevor Horn, einem britischen Musikproduzenten, bei den BBC Electric Proms im Jahr 2009 zum Besten. Mit diesem Song begann jedes Mal das Programm des Musiksenders MTV. Es war zudem das erste Musikvideo des Senders.

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